Der Fiordland Nationalpark ist Neuseelands größter Nationalpark im Südwesten der Südinsel und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Te Wāhipounamu.
Der Fiordland Nationalpark in Neuseeland schützt ein riesiges Mosaik aus Fjorden, Gletschertälern, Seen und dichtem Regenwald. Große Teile sind unerschlossen, dadurch wirkt die Region selbst an bekannten Spots noch erstaunlich wild – ideal, wenn du Natur und Ruhe suchst.
Als Basecamp dienen vor allem Te Anau und Manapouri, die du gut mit dem Auto von Queenstown aus erreichst. Von hier startest du zu Bootstouren in den Fjorden, Tageswanderungen oder mehrtägigen Hikes wie dem Milford oder Kepler Track – perfekt, um Fiordland flexibel in deine Neuseeland-Rundreise einzubauen.
In diesem Guide findest du Infos zu Anreise, Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, bester Reisezeit, Unterkünften und praktischen Tipps für deine Route durch den Fiordland Nationalpark auf der Südinsel.
🗺️ Fiordland entspannt in die Südinsel-Route einbauen
Kombiniere den Fiordland Nationalpark mit Queenstown, der Westküste und der Fähre zwischen Nord- und Südinsel – so holst du das Maximum aus deiner Reise.
- Fiordland Nationalpark – Überblick & Highlights
- Lage & Anreise in den Fiordland Nationalpark
- Sehenswürdigkeiten im Fiordland Nationalpark
- Aktivitäten im Fiordland Nationalpark
- Praktische Reisetipps für den Fiordland Nationalpark
- Unterkünfte im Fiordland Nationalpark & Umgebung
- Fiordland Nationalpark – FAQ
Fiordland Nationalpark – Überblick & Highlights
Fiordland ist der größte Nationalpark Neuseelands und fühlt sich stellenweise eher nach Wildnisexpedition als nach klassischer Sightseeing-Tour an. Trotzdem erreichst du die wichtigsten Highlights mit Auto, Shuttle oder Tour – ganz ohne Outdoor-Profi zu sein.
Fiordland Nationalpark in Neuseeland: Was macht ihn so besonders?

Der Fiordland Nationalpark beeindruckt mit tief eingeschnittenen Fjorden, unzähligen Wasserfällen, ursprünglichem Regenwald und nur wenigen Straßen – ein Naturgebiet, das trotz seiner Berühmtheit an vielen Ecken noch richtig wild wirkt.
Die Landschaft ist von Gletschern geformt: steile Felswände, enge Fjorde und glasklare Seen, die sich wie Finger ins Landesinnere ziehen. Dazwischen hängen Wasserfälle in den Felsen, die nach Regen zu wahren Vorhängen anschwellen und die ohnehin dramatische Szenerie noch verstärken.
Gleichzeitig ist Fiordland ein Hotspot für seltene Tiere und Pflanzen. Mit etwas Glück siehst du Delfine, Seehunde oder sogar den schüchternen Fiordland‑Schopfpinguin. Viele Bereiche sind nur zu Fuß oder gar nicht zugänglich, wodurch du schnell das Gefühl bekommst, in eine urzeitliche Landschaft einzutauchen.
Bekannt ist Fiordland vor allem für ikonische Orte wie Milford Sound und Doubtful Sound sowie für die Great Walks Milford Track, Routeburn Track und Kepler Track. Dadurch lässt sich der Nationalpark sowohl per Boot, auf kurzen Spaziergängen als auch auf mehrtägigen Wanderungen erleben.
Im englischen Sprachgebrauch heißt der Park Fiordland National Park New Zealand. Eine gute Fiordland-New-Zealand-Map bekommst du im Fiordland National Park Visitor Centre in Te Anau oder als PDF auf der DOC-Webseite – perfekt zur Detailplanung deiner Wanderungen.
Wenn du mehrere Parks kombinieren möchtest, lohnt ein Blick auf die Übersicht zu Neuseelands Nationalparks.
Lage & Anreise in den Fiordland Nationalpark
Fiordland liegt ganz im Südwesten der Südinsel, eingerahmt von hohen Bergen und großen Seen. Die meisten Reisenden erreichen die Region über Queenstown oder Invercargill und nutzen Te Anau als Basis für ihre Ausflüge.
Wo liegt der Fiordland Nationalpark auf der Südinsel genau?
Der Fiordland Nationalpark erstreckt sich über den gesamten Südwesten der Südinsel Neuseelands, zwischen den Seen Te Anau und Manapouri im Osten und der zerklüfteten Fjordküste an der Tasmansee im Westen.
Te Anau liegt am gleichnamigen See und gilt als „Tor zum Fiordland“. Von hier führt die berühmte Milford Road Richtung Nordwesten bis zum Milford Sound. Noch etwas südlicher am Lake Manapouri startet die Route zum abgelegenen Doubtful Sound – ebenfalls ein Klassiker für Bootstouren und Naturerlebnisse.
Auch von Queenstown aus bist du verhältnismäßig schnell in Fiordland. Die Fahrt nach Te Anau dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden, führt an Seen und durch weites Farmland vorbei und lässt sich mit Stopps entspannt in deine Südinsel-Route integrieren.
Wie kommst du von Queenstown in den Fiordland Nationalpark?
Am flexibelsten erreichst du den Fiordland Nationalpark mit Mietwagen oder Wohnmobil über Queenstown nach Te Anau – alternativ gibt es Busse und organisierte „Coach & Cruise“-Touren direkt bis Milford Sound.
Mit dem Auto fährst du von Queenstown zunächst nach Te Anau und von dort weiter auf der Milford Road bis zum Fjord. Plane für Te Anau – Milford Sound mindestens zwei Stunden reine Fahrzeit ein, besser mehr, um Viewpoints, kurze Walks und Fotostopps mitzunehmen.
Wenn du nicht selbst fahren möchtest, sind Coach-Touren eine gute Alternative. Von Queenstown und Te Anau aus starten täglich Bus-&-Boot-Kombis, die dich über die spektakuläre Milford Road bis zum Fjord bringen und dort direkt auf eine Schifffahrt umsteigen lassen.
Direkte Flüge nach Fiordland Nationalpark gibt es nicht. Du fliegst nach Queenstown, Invercargill oder Dunedin und fährst dann mit Mietwagen, Wohnmobil oder Bus weiter nach Te Anau – dem praktischen Gateway zum Park.
Für die Anreise nach Neuseeland selbst lohnt sich ein Blick auf Verbindungen und Flugzeiten. Einen Überblick findest du in unserem Artikel zur Flugzeit nach Neuseeland.
Brauchst du für den Fiordland Nationalpark unbedingt ein Auto?

Ein eigenes Fahrzeug macht Fiordland deutlich flexibler erlebbar, aber auch ohne Auto kommst du mit Bussen und geführten Touren bequem zu den wichtigsten Highlights im Nationalpark.
Wenn du gern unabhängig anhalten, kürzere Wanderungen einbauen und vielleicht auch nur einen Fotostopp einlegen möchtest, ist ein Mietwagen in Neuseeland ideal. Noch mehr Freiheit bietet ein Campervan oder Wohnmobil, gerade wenn du mehrere Tage rund um Te Anau und Milford Sound verbringen willst.
Ohne eigenes Fahrzeug wählst du am besten eine geführte Tour ab Queenstown oder Te Anau. Viele Angebote kombinieren Busfahrt, Fotostopps und Bootstour, teilweise sogar mit Rückflug per Kleinflugzeug oder Helikopter – praktisch, wenn du wenig Zeit hast, Fiordland aber dennoch erleben möchtest.
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Sehenswürdigkeiten im Fiordland Nationalpark
Die berühmtesten Orte im Fiordland Nationalpark sind Milford Sound und Doubtful Sound. Daneben warten spektakuläre Täler, Wasserfälle, Aussichtspunkte und einige der bekanntesten Wanderwege Neuseelands auf dich.
Wandern im Fiordland Nationalpark heißt Regenwaldpfade, alpine Grate und viel Wasser. Zu den bekanntesten Fiordland National Park walks gehören die Great Walks Milford, Routeburn und Kepler Track sowie kürzere Tageswanderungen entlang der Milford Road.
Fiordland Nationalpark Sehenswürdigkeiten: Welche Highlights darfst du nicht verpassen?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Fiordland Nationalpark zählen Milford Sound, Doubtful Sound, die Milford Road mit Viewpoints, Wasserfällen und kurzen Walks sowie die großen Seen Te Anau und Manapouri.
Milford Sound ist der Star unter den Fjorden: steile Felswände, der markante Mitre Peak und unzählige Wasserfälle machen jede Bootsfahrt zum Fotofest. Die meisten Besucher sehen den Fjord auf einer Tagescruise, einige buchen eine Übernachtungs-Cruise, um die Stille am Abend mitzuerleben.
Doubtful Sound gilt als ruhiger und ursprünglicher als Milford. Um dorthin zu gelangen, fährst du zunächst über den Lake Manapouri und dann mit dem Bus über den abgelegenen Wilmot Pass – genau diese Anreise ist Teil des Erlebnisses. Vor Ort erwarten dich weite, verzweigte Fjordarme und deutlich weniger Schiffe.
Schon der Weg ist hier ein Highlight: Entlang der Milford Road liegen Spots wie das Eglinton Valley, die Mirror Lakes, der Lake Gunn Nature Walk und The Chasm. Selbst wenn du „nur“ nach Milford Sound willst, lohnt es sich, für diese Stopps genügend Zeit einzuplanen.
Milford Sound vs. Doubtful Sound: Was ist der Unterschied im Fiordland?

Milford Sound ist leichter erreichbar und ikonischer, Doubtful Sound ist entlegener, leiser und wirkt wilder.
Milford erreichst du über die spektakuläre Milford Road mit vielen Stopps und kurzen Walks – perfekt, wenn du nur einen Tag Zeit hast oder eine klassische „Fiordland-Cruise“ planst. Hier bist du näher an der touristischen Infrastruktur, hast dafür aber mehr andere Besucher.
Doubtful Sound ist nur über Lake Manapouri und den Wilmot Pass zugänglich. Genau diese abgelegene Lage sorgt dafür, dass dort weniger Boote unterwegs sind und die Fjordlandschaft noch ursprünglicher wirkt. Wenn du Ruhe, lange Naturpassagen und etwas Abenteuer suchst, ist Doubtful Sound ideal.
⛰️ Noch tiefer eintauchen: Milford Sound im Detail
Great Walks im Fiordland Nationalpark: Milford, Kepler & Routeburn Track

Im Fiordland Nationalpark liegen gleich drei der berühmten Great Walks: der Milford Track, der Kepler Track und ein Teil des Routeburn Track – alle mehrtägig und landschaftlich absolut spektakulär.
Der Milford Track gilt als „the finest walk in the world“ und führt dich in mehreren Tagen von Lake Te Anau bis zum Milford Sound. Er ist rund 53 Kilometer lang und gilt als mittelschwer: technisch nicht extrem, aber mit einigen Höhenmetern, vielen Stufen und sehr wechselhaftem Wetter.
Der Kepler Track startet und endet in Te Anau und ist perfekt, wenn du eine Rundtour suchst. Er kombiniert Seen, Bergkämme und Hochplateaus mit weiten Blicken über Fiordland. Durch den Start direkt am Ort ist die Logistik besonders einfach, vor allem mit Mietwagen oder Campervan.
Der Routeburn Track verbindet den Fiordland Nationalpark mit der Region um Glenorchy bei Queenstown. Er verläuft über alpine Pässe und durch Täler, in denen sich Bergseen aneinanderreihen. Beachte, dass du für Routeburn Transport an beiden Enden organisieren musst – das lohnt sich vor allem, wenn du ohnehin in Queenstown planst.
Kürzere Wanderungen im Fiordland Nationalpark: Welche Walks lohnen sich?

Wenn du keine mehrtägige Wanderung machen möchtest, findest du im Fiordland Nationalpark zahlreiche kurze Walks mit großer Aussicht – viele davon direkt an der Milford Road.
Zu den Klassikern zählen der Lake Gunn Nature Walk, ein kurzer Loop durch urigen Regenwald, sowie der Key Summit Track mit Panorama über Täler und Gipfel. Beide lassen sich gut mit dem Auto erreichen und in einen Tagesausflug Richtung Milford Sound integrieren.
Auch rund um Te Anau gibt es entspannte Wege am Seeufer entlang, kurze Waldwege und Aussichtspunkte. Diese sind ideal, wenn du nach einer längeren Fahrt nur noch eine kleine Runde drehen möchtest oder mit Kindern unterwegs bist.
Wenn du fiordlandweit nach Inspiration suchst, lohnt sich ein Blick auf lokale Infos zu „Fiordland hikes“ und „Fiordland waterfalls“. Viele der kleineren Walks sind wenig überlaufen und zeigen dir Ecken, die du auf klassischen Touren leicht übersehen würdest.
Aktivitäten im Fiordland Nationalpark
Neben klassischen Sightseeing-Stopps spielt sich in Fiordland viel auf dem Wasser und in der Luft ab. Bootstouren, Kajaktrips und Scenic Flights ergänzen Wanderungen perfekt – besonders, wenn das Wetter nicht ideal ist oder du unterschiedliche Perspektiven erleben möchtest.
Bootsfahrten & Cruises im Fiordland Nationalpark: Welche Tour lohnt sich?
Bootstouren sind eine der besten Arten, Fiordland zu erleben – dabei kannst du zwischen Tagescruises, ruhigen Naturfahrten, Übernachtungs-Cruises und Kajaktouren wählen.
Im Milford Sound reichen die Angebote von kurzen Naturfahrten bis hin zu längeren Touren mit Lunch. Je nach Schiff kommst du ganz nah an die Wasserfälle heran, fährst unter Felswänden entlang und hast gute Chancen, Seehunde, Delfine oder Pinguine zu sehen.
In Doubtful Sound geht es ruhiger zu; viele Touren dauern einen ganzen Tag oder beinhalten sogar eine Übernachtung auf dem Schiff. Die längere Anreise über den Lake Manapouri und den Wilmot Pass macht diese Fahrten zu echten „All-day-Erlebnissen“.
Wenn du flexibel bleiben willst, buchst du deine „Fiordland cruises“ am besten im Voraus, vor allem in der Hochsaison. Achte auf Startpunkt (Te Anau, Manapouri oder Queenstown), Dauer und ob Fotostopps entlang der Milford Road im Preis enthalten sind.
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Wildlife im Fiordland Nationalpark: Welche Tiere kannst du sehen?
Mit etwas Glück begegnest du im Fiordland Nationalpark Delfinen, Seehunden und dem seltenen Fiordland-Schopfpinguin – vor allem auf Bootsfahrten im Milford oder Doubtful Sound.
Neuseeländische Pelzrobben lassen sich oft auf Felsen nahe der Wasserlinie beobachten, besonders, wenn die Sonne herauskommt. Delfine begleiten gelegentlich die Boote im Fjord und springen in den Bugwellen – ein Highlight nicht nur für Kinder.
Der Fiordland crested penguin, auf Deutsch Fiordland-Schopfpinguin, ist deutlich seltener zu sehen. In der Saison taucht er manchmal an Felsufern oder kleinen Stränden auf. Bootstouren mit Naturguides erhöhen deine Chancen, da die Crews genau wissen, wo die Tiere sich häufig aufhalten.
Zusätzlich triffst du in Fiordland zahlreiche Vogelarten, darunter Keas im alpinen Bereich sowie diverse Waldvögel entlang der Wanderwege. Achte immer darauf, Tiere nicht zu füttern und genügend Abstand zu halten – so schützt du sowohl sie als auch das empfindliche Ökosystem.
Praktische Reisetipps für den Fiordland Nationalpark
Fiordland ist wettertechnisch launisch, dafür landschaftlich umso spektakulärer. Gute Vorbereitung bei Kleidung, Zeitplanung und Route macht den Unterschied zwischen „nass, aber genial“ und „nur nass“ – vor allem, wenn du nur ein oder zwei Tage in der Region hast.
Beste Reisezeit für den Fiordland Nationalpark: Wann lohnt es sich am meisten?

Du kannst Fiordland das ganze Jahr über besuchen, doch die meisten Reisenden bevorzugen die Monate von November bis April – dann sind die Tage länger, die Temperaturen milder und die Great Walks in der Hauptsaison.
Im neuseeländischen Sommer (Dezember bis Februar) ist es am wärmsten, gleichzeitig aber auch am vollsten. Bootstouren und beliebte Wanderungen solltest du dann unbedingt vorab buchen, vor allem rund um Weihnachten und im Hochsommer.
Frühling und Herbst sind ruhiger, bieten aber oft tolle Kontraste: frischer Schnee auf den Gipfeln, kräftige Wasserfälle nach Regen und etwas weniger Betrieb an den großen Hotspots. Im Winter wird es deutlich kühler, die Szenerie wirkt noch dramatischer – dafür sind manche Straßen und Tracks wetterabhängig eingeschränkt.
Wetter im Fiordland Nationalpark: Regen, Nebel & Sicht – womit musst du rechnen?
Fiordland gehört zu den nassesten Regionen der Welt – Regen, tiefe Wolken und Nebel gehören zur Tagesordnung, selbst im Hochsommer, und sollten in deiner Planung fest einkalkuliert sein.
Rechne das ganze Jahr mit schnell wechselnden Bedingungen: Von Sonne über Starkregen bis zu plötzlichem Temperatursturz ist alles möglich. Eine wasserdichte Jacke, gute Schuhe und ein trockener Wechsel-Layer im Rucksack sind deshalb Pflicht, selbst für kurze Walks.
Der Vorteil: Gerade nach Regen werden die Wasserfälle entlang der Milford Road und in den Fjorden besonders beeindruckend. Viele Reisende empfinden Fiordland bei dramatischem Wetter sogar als stimmungsvoller – solange sie passende Kleidung dabeihaben.
Ausrüstung, Sicherheit & Sandflies im Fiordland Nationalpark
Gute Regenkleidung, mehrere dünne Kleidungsschichten, Mückenschutz und ausreichend Verpflegung gehören in Fiordland zur Grundausstattung – selbst, wenn du „nur“ eine Bootstour mit kurzen Spaziergängen planst.
Auf längeren Wanderungen solltest du zusätzlich Mütze, Handschuhe, Stirnlampe und Notproviant einpacken. Informiere dich vorab über Track-Zustand und Wetterberichte, besonders bei alpinen Etappen wie dem Kepler oder Routeburn Track.
Berüchtigt sind in Fiordland die Sandflies, kleine stechende Mücken, die vor allem in Ufernähe und bei windstillem Wetter auftreten. Ein wirksames Insektenspray, lange Kleidung und notfalls ein leichter Buff für Hals und Hände können den Unterschied machen.
Für Notfälle gibt es entlang der Great Walks Schutzhütten und in Te Anau ein Visitor Centre mit aktuellen Infos. Handyempfang ist außerhalb der Orte jedoch oft eingeschränkt – plane deine Route vorher und verlasse dich nicht auf mobiles Internet.
Unterkünfte im Fiordland Nationalpark & Umgebung
Übernachten kannst du in Fiordland sowohl in klassischen Unterkünften in Te Anau und Manapouri als auch auf Campingplätzen und in Hütten entlang der Wanderwege. Welche Variante am besten passt, hängt von deiner Reiseform und deinem Budget ab.
Basecamp Fiordland: Übernachten in Te Anau & Manapouri
Te Anau und Manapouri sind ideale Ausgangspunkte für den Fiordland Nationalpark – hier findest du eine gute Auswahl an Motels, Lodges, Ferienhäusern und Campingplätzen für jedes Budget.
Te Anau bietet die größte Infrastruktur: Supermärkte, Restaurants, Informationszentrum und Unterkünfte vom einfachen Hostel bis zur gehobenen Lodge. Viele Touren nach Milford Sound starten direkt hier, sodass du früh am Morgen loskommst und es entspannt angehen lassen kannst.
Beliebte Unterkünfte sind zum Beispiel die komfortable Fiordland Lodge etwas außerhalb von Te Anau oder das zentral gelegene Fiordland Lakeview Motel and Apartments direkt am See. Dazu kommen viele Motels, Hostels und Ferienhäuser für jedes Budget.
Manapouri ist kleiner und ruhiger, eignet sich aber perfekt als Basis für Touren nach Doubtful Sound. Wenn du eher auf Natur als auf viele Restaurantoptionen setzt, fühlst du dich hier wahrscheinlich besonders wohl.
In der Hochsaison lohnt sich eine frühzeitige Buchung, vor allem, wenn du konkrete Unterkünfte im Auge hast oder mit Familie und Camper unterwegs bist. Gerade vor oder nach Great Walks sind viele Häuser in Te Anau schnell ausgebucht.
🏨 Unterkunft in Fiordland rechtzeitig buchen
Sichere dir früh Hotels und Apartments in Te Anau oder plane ein paar entspannte Nächte in Queenstown ein – ideal als Start- oder Endpunkt deiner Fiordland-Etappe.
Hütten, Lodges & Camping im Fiordland Nationalpark
Im Fiordland Nationalpark selbst schläfst du vor allem in DOC-Hütten entlang der Tracks, auf Campingplätzen oder auf Schiffen bei Overnight-Cruises im Milford oder Doubtful Sound.
Die Hütten der Great Walks sind einfach, aber funktional und liegen oft an spektakulären Aussichtspunkten. Sie müssen in der Hauptsaison unbedingt vorab reserviert werden. Für andere Tracks gibt es einfache Backcountry-Huts, für die teilweise ein Hut-Pass ausreicht.
Rund um Te Anau befinden sich mehrere Campingplätze, teilweise direkt am See. Für Campervans lohnt sich eine Mischung aus Campingplätzen mit Infrastruktur und gelegentlichen Ferienparks, damit du Wäsche waschen und Vorräte auffüllen kannst.
Ein besonderes Erlebnis sind Overnight-Cruises, bei denen du eine Nacht an Bord im Fjord verbringst. Du erlebst so Sonnenuntergang und Morgenstimmung im Herzen von Fiordland – ein Luxus, den viele als absolutes Reisehighlight bezeichnen.
Fiordland Nationalpark – FAQ
Zum Schluss beantworten wir ein paar häufige Fragen zum Fiordland Nationalpark – von der idealen Aufenthaltsdauer bis zur Einbindung in deine Neuseeland-Rundreise.
Wie viel Zeit sollte ich für den Fiordland Nationalpark einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen zwei bis drei Nächte in Te Anau, ideal sind aber vier bis fünf Tage für Milford, Doubtful Sound und ein bis zwei Wanderungen.
So hast du genug Puffer für das wechselhafte Wetter und kannst neben einer Bootstour auch die Milford Road und kürzere Walks entspannt erleben.
Lohnt sich der Fiordland Nationalpark auch bei Regen?
Ja, Fiordland lohnt sich auch bei Regen, denn dann sind die Wasserfälle besonders spektakulär und die Stimmung im Fjord extrem dramatisch.
Mit guter Regenkleidung und flexibler Planung kannst du Bootstouren, kurze Walks und Fotostopps meist trotzdem genießen.
Ist der Fiordland Nationalpark auch für Neuseeland-Einsteiger geeignet?
Fiordland ist trotz seiner Wildnis gut für Neuseeland-Einsteiger geeignet, solange du mit einfacheren Aktivitäten wie Bootstouren und kurzen Walks startest.
Mehrtagestouren wie Milford oder Kepler Track erfordern Vorbereitung und passende Ausrüstung – taste dich bei Bedarf lieber langsam heran.
Kann ich im Fiordland Nationalpark campen?
Ja, Camping ist im Fiordland Nationalpark möglich – aber nur auf ausgewiesenen Campingplätzen und DOC-Campgrounds, Wildcampen ist nicht erlaubt.
Rund um Te Anau und Manapouri findest du gut ausgestattete Campingplätze, dazu kommen einfachere, oft sehr schön gelegene DOC-Plätze.
Brauche ich besondere Genehmigungen für Wanderungen im Fiordland Nationalpark?
Für die Great Walks im Fiordland Nationalpark musst du Hütten oder Campsites im Voraus buchen, einfache Tageswanderungen sind meist ohne Genehmigung möglich.
Vor allem in der Hauptsaison sind Milford, Kepler und Routeburn Track schnell ausgebucht, daher lohnt sich eine rechtzeitige Reservierung.
Wie füge ich Fiordland sinnvoll in meine Neuseeland-Rundreise ein?
Am besten planst du Fiordland als eigenen Block mit mehreren Nächten in Te Anau ein, kombiniert mit Queenstown und gegebenenfalls der Westküste.
So kannst du sowohl Fjorde als auch Wanderungen entspannt einbauen und gleichzeitig Wetterpuffer einplanen.
